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Diana Novena (32) aus Seseglio TI «Rudys Ex kann nicht ertragen, dass er mich hat»
Einen Geschiedenen wollte sie auf keinen Fall, sagte Diana Novena einst. Trotzdem entschied sie sich für die Liebe. Heute haben die beiden drei Kinder.
Diana (32) und Rudy Novena (45) leben in einem hübschen Reihenhaus in Seseglio TI. Im gepflegten Garten liegt das Spielzeug ihrer Kinder Arianna (6), Samuele (3) und Davide (15 Monate).
Eine Bilderbuch-Idylle. Auf den ersten Blick. Denn eine Person fehlt bei diesen Bildern. «Weil Rudys Ex-Frau es nicht ertragen kann, dass er eine neue Frau, also mich, hat, darf er seit sieben Jahren seinen Sohn nicht mehr sehen. Das belastet uns», sagt Diana Novena. Seit die beiden verheiratet sind, boykottiert seine Ex-Frau (47) jeglichen Kontakt zwischen Vater und Sohn (heute 16).
Rückblick: Diana und Rudy lernen sich 2000 bei einem Essen mit Freunden kennen. «Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits seit einem Jahr geschieden. Meine Ex-Frau hatte mich rausgeschmissen», erzählt der Unternehmensberater.
Diana ist blutjung, gerade 21, und arbeitet als Krankenschwester. «Als ich erfuhr, dass Rudy geschieden ist und einen kleinen Sohn hat, gingen bei mir die Alarmglocken los. Einen Geschiedenen, das wollte ich auf keinen Fall. Da hat man nur Ärger», erinnert sich Diana.
«Es war die Hölle!»
Trotzdem entscheidet sie sich für die Liebe, die zwei werden ein Paar. «Ich dachte, es wird schon werden. Schliesslich ist er ja geschieden und somit wieder frei. Ich ahnte nicht, wie richtig mein Bauchgefühl war. Was dann kam, war die Hölle!»
Zu Beginn ging alles gut. Diana: «Rudys Sohn war ja erst vier und so herzig. Ich habe ihn wirklich ins Herz geschlossen und unheimlich gern Ausflüge mit Rudy und ihm gemacht. Wie eine kleine Familie eben.»
Doch als Rudys Ex-Ehefrau vom neuen Glück erfährt, beginnt für sie ein Kampf, der das Paar nicht zur Ruhe kommen lässt. Diana: «Sie konnte offenbar die Vorstellung nicht ertragen, dass ihr Sohn auch eine andere Frau gern haben könnte.»
Von nun an wird ihre Liebe immer wieder auf die Probe gestellt. «Das war unheimlich schwer. Nicht nur Rudy litt unter der Situation. Gerade für mich war es besonders schwer. Da ist eine Frau, die über dich erzählt, dass du fies zu ihrem Kind bist. Das tut unheimlich weh, wenn man in der Öffentlichkeit als schlechter Mensch dargestellt wird», sagt Diana.
«Rudy hat so unter der Situation gelitten. Ihm immer wieder den Rücken zu stärken, kostet mich auch heute noch unheimlich viel Kraft», so Diana.
Die Situation verschärft sich, seine Ex-Frau engagiert Anwälte, will Diana verbieten lassen, sich ihrem Sohn zu nähern.
Heimliche Hochzeit
Als Rudy und Diana im August 2002 heiraten, findet die Trauung heimlich statt. «Wir wussten, dass sie den Buben sonst nicht rausrücken würde. So haben wir im kleinen Rahmen kirchlich geheiratet, damit sie es nicht vorher erfährt und der Kleine dabei sein kann. Ich hatte mir die Hochzeit mit meinem Traummann natürlich anders vorgestellt. Es ist furchtbar, immer und überall Abstriche machen zu müssen.»
2005 findet die Geschichte vorläufig ihr trauriges Ende. «Arianna, unsere erste Tochter, kam auf die Welt. Ich hatte schon während der Schwangerschaft Bedenken, wie es danach weitergehen würde. Aber warum sollte ich darauf verzichten, Mutter zu werden – nur wegen der Ex-Frau? Arianna war ein absolutes Wunschkind, und wir waren überglücklich. Aber mein Verdacht bestätigte sich. Ihre Geburt war gleichzeitig das Ende der Beziehung zwischen Rudy und seinem Sohn.»
Die Ex-Frau, sagt Diana, habe dem damals Neunjährigen erzählt, dass sein Papi nun eine neue Familie habe und ihn nicht mehr liebe.
Diana: «Wir konnten nie eine ganz normale Familie sein. Ich versuche, Rudy wirklich so gut wie nur möglich zu unterstützen. Aber das ist nicht immer leicht. Manchmal kann ich nicht mehr. Doch dann denke ich wieder an unsere kleine Familie.»
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